Tierklinik Stommeln

Tierärztliche Klinik Stommeln

Nettegasse 122 • 50259 Stommeln • Telefon 0 22 38 / 34 35 • Fax 0 22 38 / 1 36 64 • mail@tierklinik-stommeln.de

Patientengeschichten


Welche Geschichte haben Sie mit uns erlebt? Schreiben Sie uns Ihre Erfahrung an schulzekoehling@tierklinik-stommeln.de und schicken Sie uns auch gern ein paar Bilder von unserem Patienten mit! Wir freuen uns auf Ihre Nachrichten!

 

Blutspenden


Genauso wie beim Menschen können Blutspenden auch Tierleben retten. Voraussetzung hierfür ist eine gut ausgebaute Blutbank und nächstenliebende Tierbesitzer, die für die Auffrischung eben selbiger sorgen. Leider beschäftigen sich Tierhalter solange ihre Lieben noch nicht auf eine Blutspende angewiesen waren viel zu wenig mit dem Thema.

In Zusammenarbeit mit der WDR Lokalzeit Köln wollten wir somit auf dieses Thema aufmerksam machen.


 

 

Mein Kater Jason... 


Jason, mein Kater, schaut mich mit großen runden Augen an. Diesen Blick kenne ich. Meistens hat er dann wieder eine kleine Untat begangen.Ich sah, dass mein Brötchen fein säuberlich abgeschleckt war, von der Putenbrust war nichts mehr zu sehen. Mein Kater leckt sich genüsslich das Mäulchen und dann, so zu sagen als Dank, meine Hand.

Dass Jason hier bei mir sein kann ist nicht selbstverständlich. Eigentlich wäre er nicht mehr am Leben….

Ich denke zurück als ich mich entschloss wieder eine zweite Katze aufzunehmen. Da saß er, ein kleines rotes Fellknäuel (Main Coon Mix), der letzte von acht Kätzchen. Meine Kollegin meinte, er hätte sich bei allen Interessenten verkrochen. Nur bei mir war er sofort zutraulich. Es war wohl Liebe auf den ersten Blick, eine Liebe die auf harte Probe gestellt werden sollte.

Mein 14 jähriger Kater Lukas war dem kleinen Kerlchen gleich zugetan und nach vier Tagen schliefen sie nebeneinander. Jedoch machte Jason mir von Anfang an Sorgen. Er konnte kaum Futter bei sich halten und übergab sich fast nach jedem Fressen. Den Kater wieder abzugeben kam nicht mehr in Frage, trotz vieler Arbeit. Meine Tierärztin verabreichte aufgrund von Verdacht auf Würmer die nötigen Wurmkuren. Doch es wurde nicht besser, eher schlimmer. Es folgten Bluttests. Zum Glück lag keine schlimme Krankheit vor. Die Röntgenaufnahme ergab den Verdacht auf eine vergrößerte Speiseröhre (Ösophagus). Es konnte also nur noch eine OP helfen und diesbezüglich war ich auf der Suche nach einer Tierklinik, wo solch eine spezielle schwere OP durchgeführt werden konnte. Inzwischen war Jason abgemagert und durch das viele Würgen und Ausbrechen des Futters war die Lunge angegriffen. Ich konnte das Leiden nicht mehr mit ansehen. Jason suchte immer mehr meine Nähe und als ich weinte, wischte er mir mit seiner Pfote die Tränen aus dem Gesicht. Seine Augen blickten traurig und getrübt. Ich hoffte, dass sein Katzenleben mit knapp drei Monaten noch nicht zu Ende sein musste.

Ich stellte das Tier also in der Tierärztlichen Klinik Stommeln vor. Damit war ich sehr gut beraten. Fachtierärzte für Kleintiere und Chirurgie nahmen sich dem Katerchen an. Nun erfuhr ich die ganze schlimme Wahrheit. Jason hatte eine ganz selten auftretende Krankheit. Im embryonalen Zustand hatte sich seine Speiseröhre nicht wie normal rückgebildet, sondern wuchs und wucherte, so dass das Futter sich darin sammelte und nur wenig davon in den Magen gelangte (Mega Ösophagus). Jason saß auf dem Untersuchungstisch und schaute mich fragend an, als hätte er verstanden was die Chirurgin mir eröffnete. Um ihn zu retten war eine komplizierte Operation nötig. Sollte diese gelingen hätte er Chancen auf ein normales Katzenleben, wenn auch evtl. mit kleinen Einschränkungen, wie auf Mäusefressen zu verzichten. Mir war klar, dass der Kostenumfang im vierstelligen Bereich liegen würde. Daher bekam ich Bedenkzeit um mich zu entscheiden. Was ist mir die Liebe auf den ersten Blick wert? Wieso musste ich diesen Kater bekommen…oder hat er auf mich gewartet? 1500 € für ein Katzenleben…oder doch erlösen?

Ein Leben retten heißt die Welt retten, fiel mir plötzlich ein. Offensichtlich hat der Kater wohl auf einen Besitzer gewartet, der ihn rettet, sonst hätte er sich doch nicht immer verkrochen? In meinem Kopf war gedankliches Chaos. Doch dann stand mein Entschluss fest: Jason soll seine Chance bekommen! Ich vertraute Prof.Dr.med.vet. R. Bali und seinem erfahrenen Ärzte Team. Die OP konnte jedoch noch nicht durchgeführt werden, weil Fieber und eine Pneumonie hinzu gekommen waren. Für eine OP musste sich erst einmal sein Gesundheitszustand bessern. In der Klinik wurde alles dafür getan. Jason hatte nun eine Woche Klinikaufenthalt. An dieser Stelle möchte ich nicht vergessen zu sagen, dass an dieser Klinik ein toller Service vorherrscht. Jeden Tag wurde ich über den Gesundheitszustand des kleinen Patienten informiert. So viel Aufmerksamkeit und Freundlichkeit wünscht man sich in manchen humanmedizinischen Einrichtungen.

Endlich hatte sich nach vielen Vorbereitungen und Infusionen sein Zustand entsprechend verbessert und die OP konnte stattfinden. Es war kurz vor Weihnachten und ich hoffte, dass alles gut gehen möge. Es sollte das schönste Geschenk sein, dass Jason leben darf. Ich glaube diese OP war nicht alltäglich, denn nur wenige Katzen kommen mit dieser Missbildung zur Welt. Ich habe mir im Internet eine ähnliche OP angeschaut. Für mich grenzt das an Kunst und ich möchte mich an dieser Stelle nochmals herzlich bei Prof.Dr.med.vet. R. Bali und seinem Team bedanken.

Jason erholte sich ziemlich schnell. Ich glaube er hatte in der Klinik Sonderrechte, die er sich mit seinem Charme eroberte. Am 20.12.2008 konnte ich Jason nach Hause holen. Er sah schon etwas gewöhnungsbedürftig aus mit geschorener Brust und Bauch. Ein Plastikreifen umgab seinen Kopf zum Schutz. Auch die Nachsorge war wichtig, denn er durfte auf keinen Fall die große Naht aufkratzen. Spezialfutter war nötig und das Füttern musste so erfolgen, dass er seinen Hals nach oben streckte. Dies hatte Jason schon gut in der Klinik gelernt. Ohne zu zögern stellte er sich in Fressposition, kaum dass er einen Löffel sah. Übrigens frisst er heute noch gerne vom Löffel. Jason musste regelmäßig sein Futter und Medikamente erhalten. Somit blieb mir nichts anderes übrig, als ihn mit zum Dienst zu nehmen. Ich arbeite in einer sozialpädagogischen Einrichtung und meine Kollegen sowie die Jugendlichen hatten Jason bald ins Herz geschlossen. Jason fährt gerne Auto und somit war das alles kein Problem.

Das alles liegt nun fünf Monate zurück. Was soll ich sagen, aus dem kleinen kranken Kater wurde inzwischen ein lustiger halbstarker Racker. Fast schon so anhänglich wie ein Hund und immer zu Späßen aufgelegt. Die OP ist glücklich verlaufen. Jason führt nun das normale Katzenleben wie vorher gesagt ohne Würgen und Erbrechen. Ich habe es nicht bereut, dass ich die OP durchführen ließ, trotz hoher Kosten die sich den 2000 € näherten. Manche Leute erklärten mich für ziemlich verrückt, doch sollen sie. Ich werde in diesem Jahr eben auf einen teuren Urlaub verzichten.

In meinem Herzen weiß ich, dass ich mich richtig entschieden habe und möchte anderen Katzenbesitzern Mut machen, sollte ihr Katzen-Liebling an so einer seltenen Krankheit leiden.

Eben springt Jason auf den Schoß und tippt mit seinen Pfoten die Taste, das macht er sehr gern. Wenn er schreiben könnte würde er jetzt ein großes „DANKE“ schreiben.

 
Christina Pötzsch
 
 
Liebes Klinikteam,


auf diesem Wege möchten wir uns ganz herzlich bei  allen bedanken, die an der Behandlung unseres Hundes „Senta“ beteiligt waren. Allen voran Herrn Land, der unseren Hund nachts im Notdienst operiert hat, nachdem er von einem anderen Hund auf seinem abendlichen Spaziergang angefallen wurde. Wie aus dem Nichts tauchte der unangeleinte Hund vor uns auf und stürzte sich sofort auf unsere Senta, die noch versucht hatte das Weite zu suchen. Der Besitzer war ziemlich weit weg und so versuchte ich in das Kampfgetümmel einzugreifen, was mir auch eine Bissverletzung am Arm eingebracht hat. Endlich kam der Besitzer , der dann nach einer Zeit, die mir wie eine Ewigkeit vorkam, den Angreifer runterzerren konnte.

Wir haben Senta sofort ins Auto gepackt und sind in die Tierklinik gefahren. Sie blutete aus mehreren Wunden , und das gesamte Ausmaß der Verletzungen wurde erst sichtbar, als sie von der Tierarzthelferin an den betreffenden Stellen geschoren wurde. Ich musste mich beherrschen nicht ohnmächtig zu werden. Herr Land hat sie dann für eine OP vorbereitet und wir sind mit dem Gedanken nach Hause gefahren, dass sie hier in guten Händen ist. Inzwischen geht es uns beiden wieder gut . Die äußerlichen Wunden sind verheilt. Nur ist Senta jetzt etwas ängstlich anderen Hunden gegenüber, aber ich hoffe, dass sich das auch wieder legt.

Nochmals vielen Dank für die schnelle und professionelle Hilfe sagt

Familie Schulze aus Elsdorf


Der Tag, als Sammy eine Magendrehung bekam...

Vor kurzem kamen wir von einem Mensch und Tier erfrischenden Picknick-Ausflug am nahe gelegenen See zurück, als unser vier Jahre alter Retriever-Rüde Sammy, bester Freund unserer Kinder Max und Inga, anfing, sich sehr komisch zu verhalten. Er schien sehr schlecht drauf zu sein, obwohl er sich gerade noch beim Ballspielen ausgetobt und den Ausflug in vollen Zügen genossen hatte. Ständig würgte er, ohne dass er wirklich erbrechen konnte und der Bauch war auffällig angeschwollen. Dank unserer langjährigen Hundeerfahrung haben wir erkannt, dass es sich hier vielleicht um eine Magendrehung handeln könnte. Sammy hatte auch leider mal wieder den Picknick-Korb geplündert und hatte einiges im Magen.... Sofort haben wir in der Tierklinik Stommeln angerufen, um zu fragen, ob wir vielleicht mit unserem schlimmen Verdacht richtig liegen könnten – man bat uns darum direkt loszufahren und Sammy vorzustellen. Als wir ankamen, waren schnell ein Arzt und 2 Helferinnen da, um Sammy zu helfen. Während sich die Dame von der Anmeldung um unsere aufgeregten Kinder kümmerte, haben wir beim Gespräch mit Frau Dr. Textor nach einem Röntgenbild und einer Untersuchung erfahren, dass es sich leider tatsächlich um eine Magendrehung handelte. Alles war wohl schon vorbereitet für eine eventuelle OP, denn bei einem solchen Notfall, darf man keine Zeit verlieren, wie uns gesagt wurde. Am doppelten Tropf hängend wurde Sammy direkt in den OP gebracht, wo wir uns von ihm verabschieden mussten. Da sein Zustand sich seit dem wir zu Hause losgefahren waren immer weiter verschlechtert hatte, waren wir bereits etwas panisch, mussten ihn aber jetzt seinem Schicksal überlassen. Zu Hause folgten bange Stunden, bis endlich der Anruf von „unserer“ Tierärztin kam: Sammy hatte die OP gut überstanden, alles war wie geplant verlaufen und er befinde sich jetzt in der Aufwachphase. Die Ärztin sagte uns jedoch auch, dass Sammy noch zur weiteren Beobachtung drei Tage in der Klinik bleiben müsse, damit auch Infusionen gegeben werden können und er sich gut erholen konnte. In dieser Zeit durfte Sammy nichts fressen, was ihm angesichts seiner doch recht fülligen Statur nur gut getan hat... Drei Tage später konnten wir unseren Liebling endlich wieder abholen. Alles hatte sich wunderbar entwickelt, Sammy scheint seitdem wieder ganz der Alte zu sein.

Wir möchten uns an dieser Stelle für das kompetente und schnelle Handeln aller Beteiligten, insbesondere bei Frau Dr. Textor bedanken! Ihr seid ein tolles Team! Trotzdem kommen wir beim nächsten Mal lieber wieder nur zur Impfung...

Viele Grüße!

Inga, Max, Ute, Thomas und natürlich Sammy Schmidt